Zusammenfassung: Japanische Forscher haben eine kraftvolle und natürliche Verbindung in Walnussblättern entdeckt, die schädliche chemische Herbizide in der...
Japanische Forscher haben eine kraftvolle und natürliche Verbindung in Walnussblättern entdeckt, die schädliche chemische Herbizide in der Landwirtschaft ersetzen könnte.
Künstliche, starke und umweltschädliche Herbizide gehören sicherlich zu den Stoffen, von denen man, wenn möglich, besser die Finger lassen sollte. Jetzt arbeitet eine Gruppe von Forschern an einem grünen und natürlichen Ersatz, der aus den Blättern einer bescheidenen und vertrauten Pflanze gewonnen wird: dem Walnussbaum.
Wissenschaftler wussten seit vielen Jahren, dass große Pflanzen in der Nähe des Manchurischen Walnussbaums (Juglans mandshurica) nicht wachsen. Dieses Phänomen, das als Allelopathie oder Wechselwirkung bekannt ist, ist ein Abwehrmechanismus, bei dem die Pflanze durch die Freisetzung biochemischer Stoffe das Wachstum konkurrierender Pflanzen in ihrer Umgebung stoppt.
Auch andere Walnussbaumarten zeigen Allelopathie, und die Hauptchemikalie, die in diesem Prozess verwendet wird, heißt „Juglon“. Doch beim Manchurischen Walnussbaum, der in der Allelopathie eine besondere Kraft hat, war die Hauptchemikalie, die an diesem Phänomen beteiligt ist, bislang unbekannt geblieben.
Um das Rätsel zu lösen, arbeitete eine Gruppe von Wissenschaftlern der Kyushu-Universität in Japan mit Kollegen von der Juntendo-Universität in Japan und der Chulalongkorn-Universität in Thailand zusammen. Die Forscher simulierten im Labor die natürlichen Bedingungen des Laubfallens von Walnüssen auf den Boden, extrahierten verschiedene Verbindungen aus den Blättern und testeten dann jede einzelne auf Filterpapieren, die Tabaksamen enthielten.
Das Ergebnis der Forschung war überraschend: Die effektivste Verbindung zur Hemmung des Pflanzenwachstums war eine chemische Substanz namens 2Z-Decaprenol; eine Verbindung, in der, entgegen der Erwartungen, kein Juglon nachgewiesen werden konnte. Noch interessanter ist, dass in dieser Studie 2Z-Decaprenol erstmals als alleochemische Substanz identifiziert wird; diese natürliche Verbindung hat eine bemerkenswerte Fähigkeit, das Wachstum anderer Pflanzen zu stoppen.